Selbsterfahrung als Kompetenznachweis für Coaches

Gibt es einen Kompetenznachweis für Coaches?

Was zeichnet einen kompetenten Coach aus?

Der Begriff Coaching ist zum Modewort geworden. Mittlerweile gibt es für alles mögliche einen Coach – Erfolgscoach, Lifecoach, Mentalcoach, Ernährungscoach, Berührungscoach oder in meinem Fall Immobiliencoach. Die Aufzählung lässt sich weiter fortsetzen. Vor ca. 4 Jahren habe ich den Begriff Immobiliencoach mit dem entsprechenden Konzept kreiert. Damals war dies gänzlich neu und in der Branche noch unbekannt.

Immobiliencoach oder Immobilienberater?

Heute nennt sich jeder zweite Makler Immobiliencoach. Hier wird der Begriff Immobiliencoaching jedoch meist gleichgesetzt mit Immobilienberatung. Das ist jedoch nicht mein Ansatz. In meinem Verständnis geht es um ganzheitliche Verbindung von Immobilienberatung und Coaching – also der Einbeziehung tieferer, unbewusster Ebenen, die unsere Entscheidungen im Hinblick auf Immobilien, Wohnort und Lebensraumgestaltung beeinflussen. Dafür biete ich für Immobilienmakler die Weiterbildung zum Immobiliencoach an.

Was bedeutet Coaching überhaupt?

Fragt man Google findet man eine Vielzahl unterschiedlicher Definitionen. Verwendet wird der Begriff „Coaching“ meist als Synonym für „Beratung“.
Das ist jedoch mit Coaching nicht gemeint. Im Unterschied zum Berater unterstützt der Coach nämlich den Klienten darin, die Lösung in sich selbst zu finden. Ein Berater hingegen gibt „Rat“ oder noch besser Ratschläge – die manchmal auch als Schläge empfunden werden können. 😉

Coaching ist Hilfe zur Selbsthilfe, Unterstützung beim Finden oder Erschaffen des eigenen (Lösungs-)Weges.

Ein weiterer Unterschied zur Beratung liegt für mich darin, dass sich das Coaching auch Methoden bedient, die jenseits unseres Verstandes ansetzen. So wird es oft überhaupt erst über unser Unterbewusstsein möglich, tiefer liegende Blockaden zu lösen und Kreativität für neue Wege und Verhaltensweisen freizusetzen.

Was zeichnet also einen kompetenten Coach aus?

Der Begriff „Coach“ ist nicht geschützt. Theoretisch darf sich also jeder Coach nennen, was es noch schwieriger macht, in der Menge an Angeboten die für sich richtige Wahl zu treffen. Es gibt zwar Verbände, die sich für entsprechende Richtlinien einsetzen und mittlerweile viele Ausbildungsinstitute, die Zertifikate für erworbene Abschlüsse herausgeben. Ich selbst hatte das Glück, damals über Emfpehlungen an den (für mich) genau richtigen Ausbilder zu gelangen. Selbsterfahrung war der Hauptbestandteil in dieser Ausbildung und öffnete mir so manche innere Tür.

Über meine Selbsterfahrungsprozesse habe ich seitdem geschrieben in meinem Blog http://seelenmomente.jetzt/. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie es sich anfühlt,  auf der Suche nach dem Platz im Leben zu sein, über die Schwelle der Veränderung zu gehen und die eigenen Lebensumstände zu wandeln.

Eines ist für mich jedenfalls klar: Die teuerste Ausbildung, das renommierteste Institut und eine Vielzahl an erworbenen Zertifikaten und Nachweisen sagen alle wenig über die wahre Kompetenz des Coaches aus. Sie können belegen, was (welche Methoden) er gelernt hat und ebenso wieviel Praxiserfahrung (Supervisionsstunden) der Coach gesammelt hat. Dies sind sicherlich wertvolle, sogar unerlässliche Aspekte für die Tätigkeit. Was jedoch durch kein Zertifikat, durch keine Ausbildung zu ersetzen ist, ist die Selbsterfahrung.

Selbsterfahrung als Kompetenznachweis für Coaches

Über unsere Selbsterfahrung wachsen und lernen wir. Wir werden nämlich vom Leben geschult. Wir schleifen den Diamanten in uns.

Das, was wir selbst ERFAHREN haben, ist durch kein theoretisches Wissen zu ersetzen – sondern nur durch solches zu ergänzen.

Ein Coach, der durch eigene tiefe Prozesse gegangen ist, weiß, wie es sich anfühlt. Er ist selbst in seinen eigenen Keller hinabgestiegen und kennt die Dunkelheit, die Hürden und auch das Licht am Ende des Tunnels. Er kann seinen Klienten besser verstehen. Selbsterfahrung schult unser Mitgefühl und unsere Empathie.

Nach meiner (Selbst-)Erfahrung kann ein Coach das, was er selbst erlebt und gelöst hat, am besten weitergeben und andere in ähnlichen Prozessen unterstützen. Selbsterfahrung ist also ein wertvoller Hinweis auf Kompetenz – auch wenn es hierfür noch kein Zertifikat gibt 😉

Wenn Du Dir also einen Coach für ein bestimmtes Lebensthema suchst, achte auf Authentizität und Selbsterfahrung. Frage nach seiner eigenen Geschichte. Häufig findet sich diese auch schon auf der Webseite. Mach Dir ein Bild von dem Menschen, der Dich begleiten soll. Der Mensch ist wichtiger als der Coach. Achte auf Dein Baugefühl und Deine Intuition. Coaching funktioniert sowieso nur dann, wenn wir Vertrauen haben, uns menschlich gut aufgehoben fühlen und uns ganz öffnen und einlassen können.

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